
Beide Male waren sie ein Novum – die „Übergabeseminare“ (wie sie intern genannt werden) des FVDZ-BW. Das erste, weil es im April zu einem Zeitpunkt stattfand, bei welchem niemand so richtig an eine Durchführung in Präsenz glaubte. Und das zweite, weil das Seminar erstmalig ein zweites Mal innerhalb eines Jahres durchgeführt wurde.
Der hohe Zuspruch zu den Veranstaltungen mit dem offiziellen Titel „Führungswechsel in der ZA-Praxis“ zeigt einerseits die Notwendigkeit und auf der anderen Seite die hohe Qualität der Referierenden.
An beiden Terminen haben am Vormittag die Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Finanzen, Steuer und Versicherung, welche alle seit vielen Jahren mit den Thematiken der Praxisabgabe und der Praxisübernahme vertraut sind, in wechselnden Vorträgen ihre Kompetenz bewiesen.
Die Thematik der Praxisabgabe wurde dabei in allen Facetten, vom Verkauf über nachfolgende Angestelltenverhältnisse, Fallstricke und Gefahren bis hin zum Platzen bereits geschlossener Verträge beleuchtet.
Zeitgleich wurde den jungen Kolleginnen und Kollegen ein separates Programm angeboten, welches Sie auf Ihre Niederlassung vorbereiten soll. Folgende Fragen standen dabei im Vordergrund:
– Wie finanziere ich die Übernahme, wie den laufenden Betrieb in der ersten Zeit?
– Welche Versicherungen sind unabdingbar, welche ab Beginn empfohlen und welche sind noch wünschenswert?
– Wie ist die steuerliche Seite am besten zu organisieren und auf was muss betriebswirtschaftlich auf jeden Fall geachtet werden, damit keine unerwünschten Überraschungen auftreten?
Am Nachmittag wurden beide Teilnehmergruppen gemeinsam über juristische Aspekte im Vertrags- und Mietwesen aufgeklärt und erhielten Informationen und Tipps zu arbeitsrechtlichen Fragen.
Die Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war rundweg positiv. Sie lobten die fachliche Kompetenz der Vortragenden und die lockere Atmosphäre.
Dr. Thomas-Rainer Schlachta